Medien und Informatik unterrichten – wie lernt man das?

Mit der Einführung des Lehrplan 21 stand das neue Fach «Medien und Informatik» auf dem Stundenplan. Wencke Meier – Fach- lehrperson für technisches und textiles Gestalten (TTG) der Schule Uetikon am See – hat sich im ersten Ausbildungszyklus
an der PHZH zur Fachlehrperson für Medien und Informatik weitergebildet.

Wencke Meier, Sie haben Medien und Informatik von Anfang an unterrichtet. Was hat Sie motiviert?

Ich habe umgesetzt, was wir Lehrpersonen den Lernenden vermitteln: neugierig sein, offen für Neues, lebenslang bereit zu lernen. Informationstechnologie und Medien prägen unser Leben. Junge Menschen fit zu machen, damit sie sich sicher in dieser Welt bewegen können, ist unerlässlich. Also habe ich mich weitergebildet und arbeite in der PICTS Gruppe unserer Schule mit. Ich bin Fachlehrperson für technisches und textiles Gestalten. Medien und Informatik ist ebenfalls ein technisches Fach und insofern gar nicht so weit von meiner ursprünglichen Ausbildung entfernt.

Aber Sie sind kein digital Native.

Und das ist auch gut so. Nehmen Sie beispielsweise das Verhalten in Chat-Gruppen. Vielleicht bin ich etwas langsamer im Tippen. Dafür habe ich die nötige Lebenserfahrung, um die Lernenden an Themen wie das Verhalten im digitalen Raum oder Cyber-Mobbing heranzuführen.

«Mit meiner Ausbildung zur Fachlehrperson in Medien und Informatik habe ich umgesetzt, was wir Lehrpersonen den Lernenden vermitteln: neugierig sein, offen für Neues, lebenslang bereit zu lernen.»

Wencke Meier, Fachlehrperson für Medien und Informatik

Sie arbeiten auch in der PICTS Gruppe der Schule mit.

Korrekt. Unsere Gruppe setzt sich aus Vertretern sämtlicher Schulstufen zusammen. Anfangs beschäftigte uns vor allem die Frage, wie der Lehrplan 21 an unserer Schule in den verschiedenen Schulstufen umgesetzt werden soll. Es gab den Bildungsauftrag, aber noch keine unterstützenden Lehrmittel. Heute arbeiten wir gerne und gut mit dem in diesem Magazin vorgestellten Lehrmittel «connected». Die PICTS Gruppe unterstützt die Lehrkräfte, berät bei der Auswahl der zu beschaffenden Geräte, evaluiert Lern-Software und stellt hilfreiche Apps den Lehrergremien vor.

Sie haben Scratch, den Tiger erwähnt.

Ein Beispiel für eine Empfehlung aus dem Lehrmittel «connected»: Scratch ist eine kostenlos verfügbare visuelle Programmierumgebung. Kinder und Jugendliche können damit einfach digitale Geschichten, Spiele oder Animationen erstellen. Dabei erwerben sie Kompetenzen im Fach Medien und Informatik sowie auch Teamfähigkeit und Sozialkompetenz.

Was Ihnen zudem sehr wichtig ist: eine funktionierende Computer-Infrastruktur.

Lehrpersonen möchten ihre Zeit einsetzen, um die Lernenden optimal zu betreuen. In Klassen mit über 20 Lernenden ist das eine herausfordernde Aufgabe. Es lohnt sich, in robuste Geräte zu investieren. Funktioniert die Infrastruktur zuverlässig, kann die Energie in den Unterricht gesteckt werden. Die Lernenden profitieren dann bestmöglich von der verfügbaren Unterrichtszeit und die Lehrpersonen bleiben motiviert.

Herzlichen Dank, Wencke Meier, für diesen spannenden und beflügelnden Einblick!

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